Insolvenzverwalter benennt Frist für Karstadt-Verkauf
Fr, Mrz 12, 2010
Eine ganze Zeit lang war es vergleichsweise still um den angeschlagenen Karstadt-Konzern geworden. Nun erweist sich diese Ruhephase einmal mehr als eine Art Ruhe vor dem Sturm. Nun meldet sich der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg endlich wieder zu Wort. Görg hatte in der vergangenen Woche beim Essener Amtsgericht den entsprechenden Insolvenzplan für das Unternehmen Karstadt eingereicht. Diesem Plan ist nun auch die feste Zusage im Interesse der Gläubiger des Unternehmens Karstadt zu entnehmen, dass der Verkauf der Kette spätestens Ende Mai über die Bühne gegangen sein soll.
Bis zum 31.05.2010 will der Verwalter also einen Käufer für die Warenhäuser gefunden haben, um den Gläubigern wenigstens anteilig die Kreditmittel zurückgeben zu können. offiziell ist die Sachlage allerdings noch nicht. Dennoch lässt die Stellungnahme eines Sprechers des Insolvenzverwalters darauf schließen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Akzeptanz für den Insolvenzplan von Seiten der Kreditgeber und dem Datum für den Verkauf gibt. Schlecht stehen die Chancen für einen erfolgreichen Verkauf der Filialen im gesamten Bundesgebiet nicht.
Denn neben dem vom Karstadt-Vorstand als klarer Favorit bezeichneten Großinvestor Permira (der mittlerweile angeblich von einem Kaufangebot Abstand nimmt) gibt es nach derzeitigen Informationen weitere sechs Interessenten, die ein Gebot für die Karstadt-Kette abgeben möchten oder dies bereits getan haben.
Tags: Amtsgerich, Gläubiger, Insolvenzverwalter, Karstadt, Kaufhaus-Kette, Permira, Verkauf


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