Euro-Länder arbeiten Notfallplan zur Griechenland-Hilfe aus
Di, Mrz 16, 2010
Noch vor rund zwei Wochen war davon die Rede, dass man Griechenland vor allem moralisch und politisch, aber eher nicht finanziell helfen wolle. Nun scheint die aber die Einsicht vorzuherrschen, dass nicht-monetäre Hilfe nicht ausreichend wäre, um dem maroden Staatshaushalt wieder auf die Beine zu helfen. Und so einigen sich die Finanzminister der Länder der so genannten Eurozone auf einen gemeinsamen Notfallplan, der nun für den Fall der Fälle auch Finanzhilfen für das verschuldete Griechenland beinhalten könnte.
Dass es zu Kreditleistungen kommen wird, ist allerdings keineswegs sicher. Denn die Athener Regierung müsste zu diesem Zweck erst einmal um Unterstützung aus den anderen Euro-Ländern bitten. Wichtig sei das gemeinsame Unterfangen der Nationen aber dennoch, so Jean-Claude Juncker, der Chef der Eurogruppe. Nur durch eine einheitliche Lösung sei garantiert, dass man im Bedarfsfall zügig reagieren und handeln kann. Für denkbar halten die Finanzminister in ihrer Absprache, dass Griechenland von anderen Ländern der Währungsunion Kredite auf bilateralem Wege erhalten könnte.
Garantien für weitere Darlehen soll das Bündnis aber nicht übernehmen. Wie genau diese Darlehensregelungen im Einzelnen aussehen könnten, sollen die 16 Chefs der Regierungen in den Euro-Ländern Ende des Monats bei ihrem Gipfeltreffen entscheiden und festlegen. Die aktuellen Spekulationen der Experten gehen von einem Kreditvolumen in Höhe von 25 oder mehr Milliarden als Gesamtsumme für die Hilfsleistungen an Griechenland aus. Dies jedoch wäre möglicherweise nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn die griechischen Schulden belaufen sich auf mehr als 300 Milliarden Euro.
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