Notenbanken starten Kauf von Staatsanleihen als Rettung für Euro-Zone
Mo, Mai 10, 2010
Erst am gestrigen Abend traten die Experten der verschiedenen Notenbanken innerhalb der Euro-Zone zusammen. Gemeinsam musste man rasche Maßnahmen auf den Weg bringen, um die nötigen Schritte zur Rettung des finanziell massiv angeschlagenen Griechenland in Gang zu bringen. Denn viel Zeit – so die Aussagen von Analysten in den vergangenen Tagen – durfte man sich nicht mehr lassen, um Maßnahmen zu ergreifen. Zu massiv seien die Probleme, und zwar keineswegs nur in Griechenland. So konnte man sich denn auch rasch auf erste Aktionen einigen.
Dazu gehört unter anderem, dass die Notenbanken schon früh zum Start der neuen Woche damit begonnen haben, Staatsanleihen von wirtschaftlich leidenden Staaten der Euro-Zone zu erwerben. Dabei will man sich nach Insidermeldungen zunächst auf die Nationen beschränken, die mit den größten Problemen zu kämpfen haben. Die Europäische Zentralbank ihrerseits soll laut Informationen aus der Bankenbranche bisher noch keine Ankäufe getätigt haben, zunächst wollen also die Notenbanken aktiv werden. Trotzdem ist bereits bekannt, dass auch die EZB in den kommenden Tagen und Wochen tätig werden will, um über Käufe von Staatsanleihen in der notwendigen Art und Weise tätig zu werden und den internationalen Finanzmarkt und natürlich vor allem die leidenden Länder zu entlasten.
Wie gravierend die Intervention letztlich ausfallen wird, darüber muss nun erst einmal der Rat der EZB entscheiden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden auch Länder wie Spanien und Portugal Bedarf anmelden, eventuell muss auch Irland unterstützt werden. Zumindest dann, wenn die besagten Ländern ähnlich wie zuletzt das Euro-Land Griechenland im Rating weiter abrutschen sollte, wie dies von vielen Experten bereits seit einiger Zeit vorhergesagt wird.
Tags: Euro-Zone, EZB, Finanzhilfen, Griechenland, Notenbanken, Spanien, Staatsanleihen, Unterstützung, Zentralbank


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