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Flugbegleiter der Lufthansa könnten bald streiken

Di, Jul 27, 2010

Nachrichten

Tarifverhandlungen sind seit jeher eine kritische Angelegenheit in Deutschland, schon fast traditionell drohen viele Branchen im Vorfeld der Gespräche mit möglichen Warnstreiks, um so die eigene Verhandlungsposition zu verbessern. Auch bei den Verhandlungen zwischen der Fluglinie und ihren Mitarbeitern in der Kabine spitzt sich die Situation zu, der Ton wird schärfer. Noch ist es sehr gut möglich, dass alles reibungslos vonstatten geht. Dennoch kündigen die Vertreter von UFO – kurz für Unabhängige Flugbegleiter Organisation – bereits jetzt an, dass man „substantielle Ergebnisse“ erwartet für die nächsten Gespräche, die Ende August stattfinden werden.

Sofern die Gewerkschaft im Falle eines Scheiterns der Gespräche grünes Licht von den Mitgliedern bekommen sollte, wären Warnstreiks ab dem 6. September 2010 durchaus denkbar. Mehr als die verbleibenden sechs Wochen will man dem Arbeitgeber also dieses Mal nicht lassen, um sinnvolle und für beide Seiten vertretbare Angebote zu unterbreiten. Die Androhung ist insofern verständlich und nachvollziehbar, dass bereits insgesamt sechsmal versucht worden war, ein Ergebnis zu finden. Am Ende trennte man sich aber dennoch unzufrieden voneinander. Das letzte Angebot vom Ende der vergangenen Woche hatten die UFO-Vertreter abgelehnt, weil es sich um ein nicht verhandelbares Angebot handelte für die Vertreter des Kabinenpersonals.

Das Problem: Während die Fluggesellschaft einen Beitrag der Mitarbeiter zu den Sparansätzen fordert, wollen die Flugbegleiter endlich bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Die Hoffnung für Luftlinie ist die, dass auch die Piloten des Unternehmens einer Nullrunde zugestimmt hatten, die bis 2011 gilt. Einbußen hatte die Lufthansa vor allem in der Businessclass hinnehmen müssen im Verlauf der Wirtschaftskrise. Im Passagiergeschäft will der Konzern nun bis Ende 2011 rund eine Milliarde Euro einsparen.




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