A A
RSS

Archiv | Juli, 2011

Inflationsrate und Arbeitslosenzahl im Juli in Deutschland gestiegen

Donnerstag, Juli 28, 2011

0 Kommentar

Gleich zwei Anstiege gibt es derzeit aus der deutschen Wirtschaft zu vermelden. Zum einen gab das Wiesbadener Statistische Bundesamt am gestrigen Mittwoch die neuen Entwicklungen zu den Verbraucherpreisen im Juli bekannt. Im Vergleich zum Juli 2010 stiegen die Preise um 2,4 Prozent. Die jährliche Teuerungsrate in den beiden Vormonaten Mai und Juni stand bei 2,3 Prozent. Die Inflationsrate in Deutschland steigt also auch weiterhin. Verantwortlich für den erneuten Anstieg sind laut den Statistikern des Bundesamtes in erster Linie die Kosten für Strom und Gas. Aber auch der fortgesetzte Preisanstieg für Heizöl und Benzin. Die Kosten für Benzin und Öl stiegen im Vorjahresvergleich in zweistelliger Größenordnung. Erst Anfang Juli hatte etliche Versorger die Preis angehoben. Seit Juni sind zudem die Lebenshaltungskosten um nochmals 0,4 Prozent gestiegen.

Die jährliche Teuerungsrate in Deutschland liegt mit diesem Wert von 2,4 Prozent bereits seit sechs Monaten hintereinander über der so genannten Warnschwelle, die die Europäische Zentralbank festgelegt hat. Ab einer Teuerungsrate von mehr als 2,0 Prozent sprechen die Experten von einer Gefahr für die Preisstabilität in den betreffenden Ländern. Die zweite wichtige Publikation des Tages bezieht sich auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Wie immer ist sie saisonbedingt leicht gestiegen. Laut den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosigkeit auch weiter historisch niedrig. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Arbeitslosenzahl im Juli um 46.000 Personen höher aus. Der direkte Vergleich zum Vorjahr weist aber dennoch eine positive Tendenz aus.

Damals waren rund 247.000 Menschen (insgesamt 2,939 Millionen) mehr ohne Arbeit. Heinrich Alt, seines Zeichens Vorstand bei der BA, weist zurecht darauf hin, dass die Arbeitslosenzahl seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr geringer ausfiel. Die Arbeitslosenquote in Deutschland stieg auf nun 7,0 Prozent, was einem Plus von 0,1 Prozent seit Juni 2011 entspricht. Ein wichtiger Grund für den saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahl ist darin zu sehen, dass sich viel junge Menschen in dieser Zeit des Jahres üblicherweise nach dem Abschluss der Ausbildung oder der Schule arbeitslos melden. Auch die Ferienzeit hat Einfluss auf die Arbeitslosenzahl.

IWF-Chefin verlangt schnelle Lösung der US-Schuldenkrise

Mittwoch, Juli 27, 2011

0 Kommentar

Alle Zeit der Welt – so scheint derzeit das Motto der US-Spitzenpolitiker zu lauten, wenn es um die wirtschaftliche Zukunft der Vereinigten Staaten von Amerika geht. Schon seit Wochen wird hitzig darüber spekuliert, wie die Regierung Obama mit der republikanischen Opposition zu einer Einigung kommen kann, um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Eine Lösung in diesem Punkt scheint momentan nicht wirklich absehbar. Dabei bleibt dem US-Präsidenten nicht mehr viel Zeit. In wenigen Tagen könnte das Worst Case Szenario bereits eintreten, sollten die zerstrittenenen Vertreter auf Seiten der Demokraten und Republikaner nicht endlich ein Modell im Kampf gegen die hohe Staatsverschuldung finden, mit der beide Seiten leben können.

Erst zur Wochenmitte hatte sich Obama einmal mehr zum Streit um den maroden US-Haushalt geäußert. Und nur wenig später meldet sich auch die erst seit kurzem in Amt und Würden befindliche Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, zum Streit um den Haushalt und eine mögliche Anhebung der gesetzlich geregelten Schuldenobergrenze zu Wort. Die IWF-Chefin nimmt in ihrer Stellungnahme kein Blatt vor den Mund, sondern ruft die US-Politik zum raschen Handeln auf. Dabei geht es ihr nicht nur um die US-Finanzen. Vielmehr weist Lagarde auf die drohenden Folgen für die Weltwirtschaft hin, sollten die USA tatsächlich in eine Staatspleite stürzen. Nur noch bis zum 2. August haben die Verantwortlichen Zeit, um zu einer Lösung in dieser Sache zu gelangen, sonst kommt es zu der befürchteten Zahlungsunfähigkeit der USA. Und eben diese wäre aus Sicht Lagardes ein mehr als ernstes Problem für die gesamte Wirtschaftswelt.

Sollte es zu der angedrohten Herabstufung der Bonität der USA durch die Rating-Agenturen kommen, würde sich dies zumindest indirekt auf die übrigen großen Finanzmärkte der Welt auswirken. Schon aus diesem Grund müsse eine Lösung gefunden werden. Orientieren könnten sich die USA nach Meinung der IWF-Chefin etwa an der Europäischen Union und ihrem Vorgehen im Falle der Schuldenkrise im Euro-Land Griechenland. Vor allem müssten die USA ihre Ausgaben in sinnvoller Weise reduzieren. Und zwar auf Dauer. Obama selbst hatte sich zum Beginn der Woche in einer Rede an die Nation deutlich für die Anhebung der Schuldenobergrenze stark gemacht. Auch seine Berater in wirtschaftlichen Angelegenheiten sind weiterhin optimistisch, dass die Krise bewältigt werden kann. Das wechselseitige Verhalten der Befürworter und Gegner einer Gesetzesänderung zur Schuldengrenze lässt jedoch nicht darauf schließen, dass in den kommenden Tagen eine Einigung erzielt wird.

GfK Konsumklima-Index gibt im Juli leicht nach

Dienstag, Juli 26, 2011

1 Kommentar

Die Entwicklung ist wie so häufig nur allzu verständlich: Je länger und intensiver Experten über die wirtschaftlichen Probleme diskutieren, desto deutlicher sind die bleibenden Eindrücke bei den Bürgern. Ein gutes Beispiel für die Richtigkeit dieser Aussage zeigt sich momentan im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Noch im Monat Juni waren die deutschen Konsumenten sehr kauffreudig, doch die anhaltenden Spekulationen über eine Zuspitzung der Krise hinterlässt Spuren – auch beim Konsumverhalten der Bundesbürger. Im Juli 2011 erhielt die Verbraucherstimmung hierzulande einen spürbaren Dämpfer. Verglichen mit dem Vormonat fallen die Einschätzungen der Verbraucher zur Gesamtentwicklung der Wirtschaft in Europa und eben auch bezüglich der Einkommensentwicklungen negativer.

Das zeigt der am heutigen Tage veröffentlichte Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung mit Sitz in Nürnberg. Auch wenn das Meinungsforschungsinstitut GfK bestätigt, dass die Kauflaune an sich weitestgehend unverändert ist. Der so genannte Gesamtindikator im Konsumklima-Index der GfK gab im Juli um 0,2 Punkte nach und liegt damit nun nur noch bei einem Wert von 5,5 Punkten. Die Prognosen für den Monat August gehen ebenfalls von einem Rückgang aus, wenn auch nur von einem minimalen in einer Größenordnung von 0,1 Punkten. Der vorbildliche Konjunkturoptimismus jedenfalls, den die Bürger bis dato erkennen ließen, erlebt jedenfalls derzeit einen Trübung.

Viele Bürger nennen gerade die Probleme mit der Verschuldung Griechenlands und anderer Euro-Länder als Grund für ihre zunehmenden Bedenken. Dabei beziehen sich die Sorgen der Bürger vorrangig auf die Befürchtung, dass eine mögliche griechische Staatspleite die Europäische Union und vor allem auch Deutschland noch stärker als bisher finanziell belasten würde. Die gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hingegen sorgt laut den Konsumforschern dafür, dass die Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz eher überschaubar und die Bereitschaft für größere Ausgaben erhalten bleiben.

Banken und Versicherungen hätten stärkeren Schuldenerlass für Griechenland mitgetragen

Montag, Juli 25, 2011

0 Kommentar

Eigentlich sollte der Griechenland-Sondergipfel vor allem dafür sorgen, dass die Lasten der Rettung des angeschlagenen Euro-Landes nicht zu einseitig auf den Schultern der Steuerzahler lasten. Das hat im Prinzip auch zumindest bedingt geklappt. Denn die Banken und Versicherungen sollen nun tatsächlich an der Bewältigung der Krise beteiligt werden, weshalb der Sondergipfel zunächst einmal als positiv verbucht wird.

Führt man sich nun aber vor Augen, dass die besagten Versicherungsgesellschaften und Bankenhäuser nach aktuellen Medienberichten durchaus bereit gewesen wären, einen Schuldenerlass in wesentlich größerem Umfang hinzunehmen, verblasst der Erfolg des Gipfels doch in nicht unerheblichem Maße. Die „Welt am Sonntag“ berichtete etwa aus dem Umfeld der Deutschen Bank, das Institut hätte sich auch mit einem Abschlag von 50 Prozent auf die griechischen Staatsanleihen abgefunden im Rahmen der Verhandlungen über die Beteiligung an der Griechenland-Rettung. Doch statt dieser Größenordnung fällt der Erlass mit nur 21 Prozent doch wesentlich geringer aus. Im Ernstfall hätte der Verzicht für die Deutsche Bank Kosten in Höhe von gut 300 Millionen Euro verursacht.

Bei der jetzt durchgesetzen Regelung führen die letzten Wertberechtigungen bei den Staatsanleihen Griechenlands im Portfolio der Deutschen Bank am Ende vielleicht sogar dazu, dass Deutschlands größte Privatbank einen geringfügigen Gewinn einstreichen kann, wie Experten zum Wochenbeginn durchblicken ließen. Das Rettungspaket würde somit nicht nur Griechenland, sondern eben auch der Deutschen Bank zugute kommen. So hatte man sich das Ergebnis des Sondergipfels wohl eher nicht vorgestellt.

Finanztest sieht teils deutliche Verbesserungen bei Modellen der Riester-Rente

Freitag, Juli 22, 2011

0 Kommentar

Die Verbraucher in Deutschland haben endlich verstanden, dass die private Altersvorsorge unerlässlich ist, um die staatliche Rente aufzubessern und im Alter über die Runden kommen zu können, ohne in die zunehmend steigende Altersarmut abzurutschen. Doch nicht in jedem Fall ist wirklich klar, welcher Ansatz der richtige ist. Der Staat hat schon vor Jahren die so genannte Riester-Rente entwickelt, um nicht zuletzt durch Zulagen bei den Bürgern für Einsicht und Engagement zu sorgen. Inzwischen gibt es eine Reihe von Riester-Modellen, die in Frage kommen.

Doch vielfach beklagen Verbraucherschützer wie auch die Sparer in spe selbst, dass die Angebote zu unverständlich und oft undurchschaubar sind. Das Zentralorgan der Stiftung Warentest, das Magazin Finanztest, hat sich nun abermals mit der Qualität der Mitteilungen der Anbieter befasst und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass in vielen Fällen Besserung bei der Darstellung der Produkte einkehren konnte. Doch gerade bei den Riester-Renten im Bereich der fondsgebundenen Sparverträgen attestieren die Tester den Angeboten weiterhin teils erhebliche Schwachstellen. Ebenfalls in der Kritik ist die Tatsache, dass die Unternehmen erst ab dem Jahr 2013 vom Gesetzgeber zur Ausgabe von Infoblättern gezwungen werden. Insgesamt hat man sich 27 Anbieter genauer angeschaut im aktuellen Test.

Nur in zwei Fällen sprachen die Verbraucherschützer die Bestnote „sehr gut“ aus. Sieben Mal gab es die Note „gut“. Doch die eigentlich gute Nachricht: Nur zwei Anbieter bezeichnet Finanztest als mangelhaft. Noch vor drei Jahren war die Bestnote im gleichen Test ein „befriedigend“. Dafür wurde fünfmal eine mangelhafte Qualität bestätigt. Am besten schnitten die Volksbanken in den Städten Krefeld und Gronau-Ahaus ab. Die Schlusslichter im Test sind zwei der besagten fondsgebundenen Versicherungen. In dieser Sparte erreichten die besten Anbieter ohnehin maximal die Note „befriedigend“.

Griechenland-Rettung: Banken und Versicherungen beteiligen sich

Freitag, Juli 22, 2011

0 Kommentar

Unermüdlich wurde bereits seit Wochen in ganz Europa darüber debattiert, ob und in welcher Form auch die Banken und Versicherungen einen eigenen Beitrag zur Rettung des wirtschaftlichen maroden Griechenlands beitragen können und sollen. Immer wieder war von manchem Experten gefordert worden, die Institute müssten dazu gezwungen werden, sich an den Maßnahmen zu beteiligen. Lange hatte es zudem gedauert, bis man sich Überlegungen widmete, die auch eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit des Euro-Landes in Betracht ziehen. Nun rückt man von dieser Position aber sogar bei der Europäischen Zentralbank ab, bei der man besonders heftige Bedenken in dieser Sache hegte.

Der Grund für die vehemente Ablehnung solcher Schritte bestand in den Sorgen, die Finanzmärkte könnten infolge eines Zahlungsausfalls von erheblichen Turbulenzen überschattet werden. Nun will man also doch auch private Gläubiger einbinden, was zumindest eine teilweise Einstufung des Landes als zahlungsunfähig durch die Ratingagenturen nach sich ziehen könnte, wenngleich dies wohl eher nicht kurzfristig zu erwarten wäre. Auch so diese Lage nur für einige wenige Tage Bestand haben. Bei den wichtigsten Staaten der Euro-Zone ist man überzeugt, ausreichend vorgesorgt zu haben, um den Ernstfall rasch zu überstehen. Nun bekommt Griechenland ein neues Rettungspaket mit einem Volumen von 109 Milliarden Euro aus den anderen Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds IWF. Versicherungsgesellschaften und Banken sollen sich beteiligen.

Ihr Anteil soll bei 37 Milliarden Euro liegen, so die Lösung des Euro-Krisengipfels, der am gestrigen Donnerstag in Brüssel stattfand. Für Griechenland bringt das Paket zudem längere Kredit-Laufzeiten und niedrige Zinsen. Die Einbindung der Banken und Versicherungen ist vor allem für Bundeskanzlerin Angela Merkel ein großer Erfolg. Einmal mehr beteuert die Kanzlerin, dass die Hilfen vom deutschen Steuerzahler am Ende nach der Rückzahlung sogar ein Plus einbringen werden. Wie sich die Lage indes in den anderen notleidenden Euro-Ländern wie Irland und Portugal – aber auch in vielleicht schon bald bedürftigen Staaten wie Spanien oder Italien – entwickeln wird, ist momentan kaum einzuschätzen.


-->
  • Fritz F.: Wann werden die Gewerkschaften endlich verboten. Die hoffen immer noch die Welt anzuhalten. Doch die Erde...
  • Sina: Das wäre auch langsam zu dreist…
  • Sickz: Es ist eben nicht der selbe Aufwand. Es ist schon fast lachhaft, wie viele Pfändungsbeschlüsse täglich in...
  • reiner tiroch: Wenn diese Verbrecherbank nochmal Staatshilfe erhält, dann ist bei uns wirklich Hopfen und Malz...
  • reiner tiroch: 350 mrd Schulden+120 mrd 1.rettung+ 130 mrd 2. rettung macht 600 mrd gesamtschulden. Bei 50% Schnitt...
  • Armer Schlucker: Auch die Volksbank Guetersloh nimmt happiger 10,00 € Kontoführungsgebühren für P-Konten. Ob nun auf...
Börsenweisheiten & Zitate
  • Junk-Bond-Händler: “Wie war Ihr Urlaub, Herr Bankier?”
    Bankier: “Traumhaft. Und Ihrer?”
    Junk-Bond-Händler: “Einzelhaft.”

  • John Maynard Keynes: “Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.

  • Marcel Mart: “Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.

  • Warren Buffett: “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

  • André Kostolany: “Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.

Silberpreis | Goldpreis | Ölpreis

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video
ZDF-Beitrag zu Vor- und Nachteilen von der staatlich geförderten Riester-Rente

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video
Öffentliche Empörungen von Politikern über Steuersünder sind im Moment “in Trend”, doch wie glaubwürdig sind sie? Dieser NDR Beitrag zeigt, dass in der Vergangenheit die großen deutschen Parteien auch in zahlreichen Schwarzgeld- und Steueraffären verstrickt waren. Sind die Empörungen also nichts anderes als reiner Populismus und öffentlich-mediale Heuchelei?

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video
Im TV Duell zwischen Michael Naumann und Ole von Beust verlor Naumann mehrmals den Faden.