GfK Konsumklima-Index gibt im Juli leicht nach
Di, Jul 26, 2011
Die Entwicklung ist wie so häufig nur allzu verständlich: Je länger und intensiver Experten über die wirtschaftlichen Probleme diskutieren, desto deutlicher sind die bleibenden Eindrücke bei den Bürgern. Ein gutes Beispiel für die Richtigkeit dieser Aussage zeigt sich momentan im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise. Noch im Monat Juni waren die deutschen Konsumenten sehr kauffreudig, doch die anhaltenden Spekulationen über eine Zuspitzung der Krise hinterlässt Spuren – auch beim Konsumverhalten der Bundesbürger. Im Juli 2011 erhielt die Verbraucherstimmung hierzulande einen spürbaren Dämpfer. Verglichen mit dem Vormonat fallen die Einschätzungen der Verbraucher zur Gesamtentwicklung der Wirtschaft in Europa und eben auch bezüglich der Einkommensentwicklungen negativer.
Das zeigt der am heutigen Tage veröffentlichte Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung mit Sitz in Nürnberg. Auch wenn das Meinungsforschungsinstitut GfK bestätigt, dass die Kauflaune an sich weitestgehend unverändert ist. Der so genannte Gesamtindikator im Konsumklima-Index der GfK gab im Juli um 0,2 Punkte nach und liegt damit nun nur noch bei einem Wert von 5,5 Punkten. Die Prognosen für den Monat August gehen ebenfalls von einem Rückgang aus, wenn auch nur von einem minimalen in einer Größenordnung von 0,1 Punkten. Der vorbildliche Konjunkturoptimismus jedenfalls, den die Bürger bis dato erkennen ließen, erlebt jedenfalls derzeit einen Trübung.
Viele Bürger nennen gerade die Probleme mit der Verschuldung Griechenlands und anderer Euro-Länder als Grund für ihre zunehmenden Bedenken. Dabei beziehen sich die Sorgen der Bürger vorrangig auf die Befürchtung, dass eine mögliche griechische Staatspleite die Europäische Union und vor allem auch Deutschland noch stärker als bisher finanziell belasten würde. Die gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hingegen sorgt laut den Konsumforschern dafür, dass die Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz eher überschaubar und die Bereitschaft für größere Ausgaben erhalten bleiben.
Tags: Europa, GfK, Griechenland, Konsumforschung, Konsumlaune, Nürnberg, Schuldenkrise, Verbraucher


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Oktober 25th, 2011 um 1:29 pm
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