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Archiv | Januar, 2012

Santander Bank gibt Gewinneinbruch bekannt

Dienstag, Januar 31, 2012

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Viele Banken waren während der Krisenjahre in zum Teil dramatische Schieflage geraten. Wahlweise weil viele vergebene Kredite nicht mehr bedient werden konnten oder weil die Unternehmen in vielen Fällen schlicht in hochriskante Anlagemodelle investiert hatten und aus diesem Grund in massiver Weise Abschreibungen vornehmen mussten. Für manches Institut war dies zu viel des Guten, so dass nur staatliche Hilfen die Existenz sichern konnten. Die bekannte spanische Santander Bank hingegen überstand die Krise weitgehend unbeschadet. Vielmehr wurde die Bank sogar als einer der Gewinner der Krise gehandelt bei Experten. Doch jetzt trifft es das Unternehmen umso schlimmer.

Auf rund 15 Milliarden Euro wird die derzeitige Kapitallücke beziffert. Damit ist der Bedarf an Kapital bei der spanischen Großbank fast dreimal so hoch wie im Falle der deutschen Commerzbank, die erst kürzlich wieder einmal ins Visier der Medien geraten war. Und als wäre dieses Problem der Santander Bank nicht schon schlimm genug. Um rund ein Drittel sank der Überschuss aus dem vergangenen Jahr, insgesamt beläuft er sich damit nur noch auf 5,35 Milliarden Euro, so die Mitteilung der spanischen Bank zum Wochenbeginn. Einmal mehr sind es auch im Falle der Santander Bank unerwartet hohe Abschreibungen, die in dieser Form nach Aussagen der Bank nicht abzusehen waren.

Die Abschreibungen wiederum werden in erster Linie mit der kritischen Lage am Immobilienmarkt in Spanien begründet. Weiterhin sind Sonderbelastungen aufgelaufen, die ihren Ursprung in Großbritannien haben. Sie belaufen sich nach Angaben der Bank auf 3,2 Milliarden Euro, die zurückgestellt werden müssen. Für Beobachter sind die veröffentlichten Zahlen ausgesprochen überraschend. Mit derartigen Problemen hatten selbst skeptische Analysten nicht gerechnet. Vor allem im letzten Quartal des Jahres 2011 musste die Santander Bank herbe Rückschläge hinnehmen. Hier lag der Gewinn nur bei 47 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2010 erreichte das Unternehmen in den letzten drei Monaten noch einen Überschuss in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.

Umweltbank profitiert weiterhin vom wachsenden Bewusstsein der Kunden

Montag, Januar 30, 2012

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Viele Banken auf dem deutschen Markt haben auch weiterhin Probleme damit, neue Kunden zu gewinnen. Denn die Sorgen und Ängste der Verbraucher sind groß, dass ihre Einlagen nicht ausreichend gegen mögliche Ausfälle geschützt sind. Oder die Institute mit den Ersparnissen in Bereichen investieren, die mit einem hohen moralischen Anspruch auf Seiten der Sparer nicht in Einklang gebracht werden können. Doch es gibt einen Zweig der Bankenbranche, der sich weiterhin über einen ordentlichen Zuspruch freuen kann. Die Rede ist von den so genannten Nachhaltigkeitsbanken, die spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise einen regelrechten Run erleben.

Nicht zuletzt kann damit Bezug zur Nürnberger Umweltbank genommen werden. Das Jahr 2011 kann mit Fug und Recht als großer Erfolg der Bank verbucht werden. Inzwischen gibt es die Umweltbank seit 15 Jahren, doch besser stand das Unternehmen in seiner Geschichte wohl noch nie da seit der Gründung. Insgesamt bringt es die Bank auf rund 92.000 Kunden, die sich bewusst für die Investition bei dem auf Umweltschutz und eben Nachhaltigkeit ausgerichteten Konzern entschieden kann. Um 9,6 Prozent stieg der Gewinn der Umweltbank im vergangenen Jahr. Damit liegt der Gewinn insgesamt bei etwa 11 Millionen Euro. Von einem ausgesprochen dynamischen Wachstum spricht die Bank also in ihrer aktuellen Publikation nicht ohne Grund. Die Investitionsbereiche sind vielfältig. Hybridkraftwerke, Solaranlagen und Ökohäuser werden gleichermaßen finanziert mit den Einlagen der treuen Kunden.

Auch das Volumen der vergebenen Darlehen legte 2011 ordentlich zu. Gut 15.500 Kredite wurden vergeben, was ein Zuwachs um knapp unter 1.100 entspricht. Unterm Strich wurden Krediten mit einem Gesamtvolumen von 1,73 Milliarden Euro vergeben. Das Plus in diesem Bereich liegt damit sogar bei 19,5 Prozent. Besonders deutlich stiegen die Kredite für Solarprojekte. Die Bilanzen der Umweltbank können sich sehen lassen. Auf etwa 1,34 Milliarden Euro kletterten die Einlagen der Kundschaft im vergangenen Jahr. Die eigentliche Bilanzsumme legte auf einen Wert von knapp unter zwei Milliarden Euro und entsprechend um gut 13 Prozent zu, wie der Unternehmenschef Popp mitteilen konnte.

Bundesagentur für Arbeit sieht gute Jobchancen für Erwerbslose

Montag, Januar 30, 2012

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Der Grund, weshalb sich der deutsche Arbeitsmarkt so positiv entwickelt, stößt keineswegs nur auf gutes Feedback. Denn während die Bundesregierung mit großem Stolz auf die günstigen Entwicklungen hinweist, kritisiert mancher Experte in den Medien die Tatsache, dass der Rückgang der Arbeitslosenquote in Deutschland vor allem darauf zurückzuführen ist, dass es niemals zuvor mehr Erwerbstätige in Minijobs und Zeitarbeits-Verträgen gab hierzulande. Diese Kritik ändert aber nichts an den Meldungen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hinsichtlich der derzeitigen Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Die Stellungnahme der BA weist darauf, dass die Lage schon seit Jahren nicht mehr so optimistisch war für Arbeitssuchende. Arbeitslose, die dieser Tage auf Arbeitssuche sind, haben gute Chancen, auch einen Job zu finden zum Beginn des neuen Jahres. Niemals zuvor seit Erhebung der Daten zur Nachfrage bei den Unternehmen in Deutschland waren die Aussichten so rosig, heißt es bei der Bundesagentur. Der so genannte Stellenindexes BA-X wird allerdings auch erst seit dem Jahr 2004 erstellt. Um einen vorübergehenden Trend soll es sich laut BA zudem nicht handeln. Denn die Nachfrage nach Arbeitskräften soll auch in den kommenden Monaten auf einem erfreulich stabilen Niveau bleiben. Ermöglicht wird dies durch die guten Wirtschaftsdaten in der deutschen Wirtschaft.

Und dennoch gibt es gewissermaßen einen Haken an der Veröffentlichung: Schon seit einiger Zeit sind es gerade die vielfach in der Kritik stehenden Firmen der Zeitarbeits-Branche, die auf Mitarbeitersuche sind. Allerdings suchen auch Unternehmen aus dem Baugewerbe, der Gastronomie sowie der Pflegebranche zum Teil händeringend nach neuen Mitarbeitern. Gleiches gilt für Firmen aus dem Groß- und Einzelhandel. An den Prognosen ändert auch die Meldung nichts, dass die Marke von drei Millionen Arbeitslosen zuletzt nach rund neun Monaten erstmals wieder überschritten wurde.

Arbeitslosenzahl Anfang 2012 bei mehr drei Millionen

Donnerstag, Januar 26, 2012

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Eigentlich sieht die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt auf den ersten Blick bekanntermaßen ziemlich rosig aus. Kein Wunder also, dass die Bundesregierung für das Jahr 2012 trotz aller Probleme in der Europäischen Union und der Euro-Zone weiter daran festhält, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland noch weiter sinken werden. Im ersten Monat des Jahres aber gab es nach Aussagen verschiedener Großbanken im Lande gewissermaßen einen kleinen Rückschlag zu verdauen.

Denn nach ganzen neun Monaten gab es hierzulande nun erstmals wieder eine Zahl von mehr als drei Millionen Arbeitslosen zu vermelden. Insgesamt beläuft sich die Arbeitslosenzahl im Januar auf 3,09 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Dezember des Jahres 2011 würde dies im Falle einer offiziellen Bestätigung durch die Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg einen Anstieg um gut 310.000 Arbeitslose bedeuten. Die exakten Arbeitslosenzahlen gibt die BA allerdings erst am Dienstag kommender Woche bekannt. Fest steht aber schon jetzt: Auch wenn die Zahl im Vormonatsvergleich spürbar gestiegen ist.

Verglichen mit dem Wert aus dem Januar 2011 waren fast 260.000 Bürger mehr erwerbstätig. Oder zumindest nicht mehr in der Statistik aufgeführt. Außerdem begründen Analysten den Zuwachs der Erwerbslosenzahl zum Beginn des Jahres gewohntermaßen mit saisonalen Gründen. Dies immerhin hat auch die Pressestelle der BA schon jetzt einmal mehr bestätigt. Zudem fiel der Anstieg, so die Meinung der Konjunkturforscher und vieler Bankenvolkswirte, sogar geringer als in den vergangenen Jahren aus. Dies lässt sich durch den relativen milden Winter erklären.

GfK Konsumklimaindex präsentiert deutsche Verbraucher als investitionsfreudig

Donnerstag, Januar 26, 2012

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Die Lust auf den Konsum ist und bleibt bei den Verbrauchern in Deutschland scheinbar auch weiterhin ungebrochen. Fast scheint es so, als wollten die Konsumenten sagen: Auch von der Schuldenkrise im restlichen Europa lassen wir uns das Geldausgeben nicht verbieten. Das jedenfalls lässt der wieder einmal von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte so genannte Konsumklimaindex vermuten. Insgesamt werden regelmäßig 2000 Personen für die Erstellung der repräsentativen Umfrage befragt.

Im ersten Monat dieses Jahres lag der Konsumklimaindex der GfK nun bei 5,7 Punkten, was zumindest bedingt günstiger ist als das, was mancher Analyst für den Jahresbeginn erwartet hatte bei der Konsumlaune in Deutschland. Und es soll sogar noch besser kommen. Im Februar 2012 soll der Index-Wert sogar auf einen Stand von 5,9 Punkten steigen. Von Problemen bei der Konjunktur im Lande wollen die Verbraucher laut GfK also eher nichts wissen. Im Bereich der Kaufbereitschaft, die einer der Einzelpunkte ist, zu denen sich die Umfrageteilnehmer jeweils äußert, wurde eine besonders beachtliche positive Entwicklung beobachtet.

Lag der Wert bei der vergangenen Umfrage noch bei nur 14,4 Punkten, kletterte er im Januar nun auf sage und schreibe 41,8 Punkte. Das letzte Mal, dass ein solch dramatischer Anstieg bei der GfK verbucht wurde, liegt mehr als fünf Jahre zurück – genauer gesagt im Dezember des Jahres 2006. Als Grund für die anhaltend gute Investitionsbereitschaft der Konsumenten in Deutschland nennen die Experten der Gesellschaft für Konsumforschung auch die Tatsache, dass die Bürger auf einen baldigen Anstieg der Einkommen hoffen. Allerdings stieg der Wert zur erwarteten Einkommenssituation nur um geringfügige 0,1 Zähler auf nun 34,1 Punkte.

EuGH: wiederholt befristete Arbeitsverhältnisse können rechtens sein

Donnerstag, Januar 26, 2012

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Eine gängige Praxis, die von Arbeitnehmerorganisationen nicht nur in Deutschland zunehmend kritisiert wird, ist das Vorgehen von Unternehmen, Mitarbeitern verstärkt statt fester Anstellungen immer wieder nur neue befristete Verträge anzubieten. Auch in Frankreich hatte es in der Vergangenheit wiederholt Prozesse wegen solch strittiger Arbeitsweisen gegeben – mit teils sehr unterschiedlichen Urteilen. Hierzulande hatte eine Kölnerin gegen ihren Arbeitgeber geklagt, der ihr insgesamt 13 Mal in Folge nur einen befristeten Arbeitsvertrag gegönnt hatte. Über ganze elf Jahre hinweg seit dem Jahr 1996.

Mit der Frage, ob dies überhaupt zulässig sei, befasste sich nun sogar der Europäische Gerichtshof. Während die Klägerin der Auffassung war, ihr stehe nach einer derart langen Beschäftigungsdauer einfach irgendwann eine Festanstellung zu, waren die Richter letzten Endes aber doch anderer Meinung. Am heutigen Tage entschied EuGH mit Sitz in Luxemburg, dass Arbeitgeber durchaus das Recht haben, einzig befristete Verträge auszugeben. Allerdings. Müssten in solchen Fällen einer Verlängerung nachweislich „sachliche Gründe“ ersichtlich sein. Ein solcher Grund könne etwa ein Nachweis sein, dass ständig Bedarf an Vertretungen besteht. Gänzlich auf Seiten der Arbeitgeber steht der Europäische Gerichtshof letztlich dann aber doch nicht.

Das Gericht hält nämlich zugleich die Staaten der Europäischen Union dazu an, genauer zu definieren, wie solche Gründe genau aussehen sollen, damit faktisch das Recht zur Verlängerung befristeter Verträge vorliegt. So sollen die Mitgliedstaaten dafür Sorge tragen, dass Unternehmen nicht allzu frei darüber entscheiden können, wie sie mit ihren Mitarbeitern vorgehen. Die Rechtslage in Deutschland ist in diesem Punkt schon etwas weiter als in manch anderem Land innerhalb der EU. So dürfen Firmen etwa Verträge für Vertretungen bei Elternzeit oder Mutterschaftsurlauben mit einer Befristung ausstatten. Das Bundesarbeitsgericht muss aber dennoch eingehend prüfen, wie sachliche Gründe in Zukunft aussehen sollen. Ein wenig pikant an dem vorliegenden Prozess: Die Klägerin hatte bis 2008 für das Amtsgericht Köln gearbeitet. Sie Klägerin könnte nun also nochmals auf eine Regelung in ihrem Sinne hoffen. Denn die Gerichte sollen laut EuGH auch die individuellen Umstände berücksichtigen in kommenden Entscheidungen.


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Börsenweisheiten & Zitate
  • Junk-Bond-Händler: “Wie war Ihr Urlaub, Herr Bankier?”
    Bankier: “Traumhaft. Und Ihrer?”
    Junk-Bond-Händler: “Einzelhaft.”

  • John Maynard Keynes: “Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.

  • Marcel Mart: “Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.

  • Warren Buffett: “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

  • André Kostolany: “Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.

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ZDF-Beitrag zu Vor- und Nachteilen von der staatlich geförderten Riester-Rente

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Öffentliche Empörungen von Politikern über Steuersünder sind im Moment “in Trend”, doch wie glaubwürdig sind sie? Dieser NDR Beitrag zeigt, dass in der Vergangenheit die großen deutschen Parteien auch in zahlreichen Schwarzgeld- und Steueraffären verstrickt waren. Sind die Empörungen also nichts anderes als reiner Populismus und öffentlich-mediale Heuchelei?

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Im TV Duell zwischen Michael Naumann und Ole von Beust verlor Naumann mehrmals den Faden.