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Archiv | DAX und Europa

Sparpläne belasten den DAX – vor allem Atomunternehmen und Fluglinien verlieren

Mittwoch, Juni 9, 2010

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Ausgerechnet die Branche, die sich im Jahren ihres Jahrestreffens in Berlin zum Wochenbeginn positiv zu den Erwartungen für die kommenden Monate äußerte, treffen die Sparpläne der Bundesregierung am härtesten auf dem Börsenparkett. Die Rede ist von den Fluggesellschaften im Lande. Und auch die Energiekonzerne litten rasch unter den Ankündigungen zu den massiven Sparnotwendigkeiten. Der DAX war entsprechend vor allem von Unsicherheit geprägt. Zeitweise verlor der Index zum gestrigen Handelsschluss knapp über 0,60 Prozentpunkte, noch am frühen Morgen hatte er einen deutlichen Stand über 5922 Punkten behaupten können, büßte später aber deutlich an Wert ein.

Bei MDax und TecDAX waren die Verluste sogar noch deutlich, beide verloren am Dienstag knapp über 1,50 Prozent. Dass der DAX in Mitleidenschaft gezogen würde, war schon frühzeitig erwartet worden. Denn in ihm sind unter anderem die Energieversorger gelistet. Und eben diese sollen in Zukunft deutlich mehr als Atomkonzerne bezahlen als bisher im Zusammenhang mit den Laufzeitverlängerungen. Nicht nur die direkten Abgaben wirken sich auf die Gefühlslage der Anleger aus. Problematisch stufen die potentiellen Investoren auch ein, dass durch allgemein höhere Abgaben grundsätzlich weniger Investitionsspielraum bestehen wird nach Umsetzung des staatlichen Sparvorhabens. Rückendeckung erhielt die Deutsche Börse wenigstens aus den USA.

Dort hatte Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank, überraschend positive Worte zur dortigen Wirtschaftslage gefunden. Im deutschen Leitindex verloren die Konzerne RWE und E.on mit rund drei bzw. knapp über 4,0 Prozent am deutlichsten. Rund 2,3 Milliarden Euro will die Regierung von den Atomkonzernen nach jetzigem Stand der Dinge zusätzlich erhalten. Die Aktienkurse der Fluglinien wie der Lufthansa werden indes von den den Planungen zur so genannten Luftverkehrsabgabe überschattet.

BaFin-Verbot von Leerverkäufen hinterlässt deutliche Spuren an internationalen Börsen

Mittwoch, Mai 19, 2010

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Am dem Börsenparkett würde mancher Investor die Intervention der Bundesfinanzaufsicht möglicherweise als Miesepetrigkeit und Spielverderberei bezeichnen. Als regelrechte Schockstarre bezeichnen Beobachter die Reaktionen der Anlege auf das mit sofortiger Wirkung in Kraft getretene Verbot der so genannten Leerverkäufe, das die BaFin in der vergangenen Nacht ausgerufen hat. Erwartungsgemäß wirkte sich das Verbot der ausgewählten Transaktionen nicht nur an der Deutschen Börse negativ aus, auch international reagierten die Märkte zum Teil mit heftigen Verlusten und Kursschwankungen.

Vor allem auf dem Aktienmarkt und beim Euro hinterließ das Leerverkauf-Verbot einen bleibenden Eindruck. Lediglich der so genannte CDS-Markt blieb weitestgehend verschont von Verlusten. Für die Bundesfinanzaufsicht jedoch gab es schlicht keine Alternative zum Verbot der Wetten auf fallende Kurse bei den Staatsanleihen und Wertpapieren aus dem Finanzsektor. Die Reaktionen des Eurokurses geben auch dahin gehend zu bedenken, ob die Währung international wirklich so stabil aufgestellt ist, wie man dies seit Einführung der Gemeinschaftswährung erhofft hatte. Infolge des Verbots büßte der Deutsche Aktienindex DAX am frühen Morgen knapp 1,5 Prozent ein und fand sich entsprechend wieder unter der Marke von 6.100 Punkten ein.

Verluste in ähnlicher Größenordnung hatte auch der EuroStoxx50 als europäischer Leitindex zu verdauen. Betroffen vom Verbot sind vor allem die zehn deutschen Finanztitel, also die Aktien von Deutscher Bank, Müchnener Rück, Allianz und sieben weiterer Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche. Der Euro sank rasant unter den Wert von 1,22 US-Dollar. Weniger wert war die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt vor rund vier Jahren im April des Jahres 2006. Positive Veränderungen verbuchte indes der Rentenmarkt. So verbesserte sich der Kurs der deutschen Staatsanleihen um fast ein halbes Prozent.

Deutsche Telekom will mit Frauenquote noch erfolgreicher werden

Montag, März 15, 2010

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Einen direkten Bezug zum Börsengeschehen gibt es nicht bei der Meldung aus dem Hause der Deutschen Telekom, am Ende aber dann eben doch. Denn die Telekom ist das erste Unternehmen unter den 30 gelisteten DAX-Unternehmen, das in den kommenden Jahren an der Umsetzung einer internen Frauenquote arbeiten will. Diese Ankündigung bezieht sich vorrangig auf Führungspositionen in mittleren und oberen Bereichen der Konzernstruktur. Spätestens Ende 2015 sollen im Unternehmen drei von zehn Stellen in diesen Bereichen mit Frauen besetzt sein.

Das Ziel der Aktivitäten ist klar bestimmt: Man möchte eine höhere Wertschöpfung erreichen, was immer genau das im Einzelnen genau heißen soll. Aus der Unternehmenszentrale in Bonn heißt es, die selbst gesteckte Vorgabe sei vor allem ein Gebot der Fairness im gesellschaftlichen Zusammenhang, zudem sei die Telekom auf das Know-how und die Kompetenzen weiblicher Mitarbeiter auf Führungsebene angewiesen, um als Unternehmen im Bereich der Telekommunikations-Dienstleistungen noch besser werden zu können. Ein wichtiger Ansatz für den Ausbau des Anteils weiblicher Mitarbeiter im Management der Telekom ist auch die Ausarbeitung besseres Modelle zur Vereinbarkeit Privatleben und dem beruflichen Umfeld, wie es Telekom-Chef Obermann sinngemäß formuliert.

Neben verbesserten Konzepten zur Elternzeit sollen Führungskräfte in den kommenden Jahren auch flexiblere Arbeitszeit-Regelungen und Betreuungsangebote für den Nachwuchs nutzen können. Dazu gehören auch moderne Teilzeit-Möglichkeiten. Ein Meilenstein könnte die Frauenquote durchaus sein: Bisher liegt die Quote der Frauen in den Chefetagen deutscher Unternehmen nur bei etwa 2,5 Prozent im Fall von Vorständen, bei den Aufsichtsräten liegt die Quote immerhin bei knapp zehn Prozent. Allerdings geht dieser letzte Wert vor allem auf die Beteiligung der Gewerkschaften zurück.

Allianz erneut mit Erfolg im Quartalsergebnis

Montag, November 9, 2009

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Weltweit sind die Banken und Versicherungsgesellschaften auch weiterhin in vielen Fällen extrem angeschlagen. Nicht so die Allianz. Der Branchenriese kann mittlerweile zum dritten Mal in Folge mit besseren Quartalsergebnissen überzeugen, während Mitbewerber mit den Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. Die heutige Zwischenbilanz aus dem Hause Allianz übertrifft dabei selbst die eher optimistischen Prognosen für das vergangene Quartal.

Der Überschuss der Allianz belief sich von Juli bis September auf mehr als 1,3 Milliarden Euro, 2008 lag dieser Wert im Vergleichszeitraum nur bei etwa knapp 545 Millionen Euro. Die Vorhersagen lagen nur bei 1,18 Milliarden Euro. Auch im operativen Bereich legt die Allianz deutlich zu, dort bringt man es mit einem Plus von 23 Prozent nun auf einen Wert von 1,93 Milliarden Euro. Damit trotz das Unternehmen der Tatsache, dass die Renditen momentan seit einigen Monaten bereits relativ niedrig liegen.

Freuen dürfen sich vor allem die Aktionäre, denn die Allianz-Aktie konnte sich auf Basis dieser neuen Zahlen schon in den ersten Stunden der neuen Woche deutlich verbessern. Für das gesamte Jahr wagen die Experten bei der größten Versicherung in ganz Europa aber dennoch keine Prognosen bezüglich der wahrscheinlichen Gewinne des Unternehmens.

BMW muss Verluste im Q3 beichten – Aktie verliert deutlich

Dienstag, November 3, 2009

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Die Hoffnungen gingen bisher eigentlich dahin, dass sich die deutschen Automobilkonzerne langsam aber sicher wieder wirtschaftlich fangen könnten. Doch schon die heute veröffentlichten Bilanzen für das vergangene dritte Quartal beim Hersteller BMW lassen erkennen, dass die schlechten durchaus noch nicht als überstanden angesehen dürfen. Mit seiner Automobilsparte hat BMW nun sogar Verluste eingefahren, insgesamt ist der Gewinn ebenfalls gefallen.

Für den Aktienkurs im Deutschen Aktienindex war dies ein klares Ausstiegssignal für viele Anleger. Mehr als fünf Prozent gab die Aktie schon in den Morgenstunden nach. Interessanterweise sind es nicht die eigenen Verluste an sich, die BMW zusetzen beim Ansehen der Anleger. Schlimmer werden die Analysten, dass BMW im direkten Vergleich mit Daimler verliert. Der Nettogewinn im Hause BMW lag von Juli bis Ende September bei rund 78 Millionen Euro.

Ein tristes Ergebnis vor dem Hintergrund, dass der Konzern im gleichen Zeitraum des Vorjahres immerhin einen Überschuss in Höhe von 300 Millionen Euro erzielen konnte. Die Prognosen der Analysten für das zurückliegende Quartal beliefen sich auf 118 Millionen. Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch bei BMW. Denn schon für das kommende Jahr geht man von einem steigenden Umsatz aus. Für das 3. Quartal war dieser um üppige 6,6 Prozent gesunken auf einen Gesamterlös von nur noch 11,75 Milliarden Euro.

Nokia Aktie verliert deutlich nach Quartalsbericht

Donnerstag, Oktober 15, 2009

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Mit dem schon bald beginnenden Weihnachtsgeschäft soll alles besser werden. So lautet die hoffnungsvolle Vorhersage des finnischen Handy-Herstellers und internationalen Marktführers Nokia. Entwicklungen in dieser Richtung sind auch durchaus nötig, um die Anleger zu beschwichtigen. Denn das dritte Quartal dieses Jahres hat dem Unternehmen in den Bilanzen ein Minus von stolzen 913 Millionen Euro beschert. Und das nach einem Gewinn im Jahr 2008 in Höhe von etwa einer Milliarde Euro. Die Aktionäre sind betrübt, denn ihre Aktien haben angesichts dieser Entwicklungen knapp 15 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Noch kurz vor der Publikation des Quartalsberichtes hatte sich die Nokia-Aktie spürbar verbessert, doch dem Zuwachs von zwei Prozent steht ein Minus im Umfang von sieben Prozent nach der Veröffentlichung der Fakten gegenüber. Insbesondere heftige Abschreibungen im Unternehmensbereich Nokia Siemens Networks schlägt empfindlich zu Buche. Für die Aktie des Unternehmens bedeuten die Kursentwicklungen am heutigen Börsentage die rote Laterne im Euro Stoxx 50.

Erwartet worden waren diese Zahlen nicht einmal von pessimistischen Experten. Durchschnittlich lagen die Vorhersagen der Analysten bei einem Plus von etwa 14 Cent pro Nokia-Aktie. Der Konzern selbst hatte ohne die Einbeziehung der Sondereffekte sogar einen Gewinn von 17 Cent kalkuliert für die Anteilsscheine. Bleibt zu hoffen, dass die Nachfrage in der Weihnachtszeit tatsächlich das erhoffte Niveau erreichen kann.


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  • Prof. Pausch: Sicherlich entstehen durch die Abhebung an einer anderen Bank im Ausland durch die Administration...
  • FlorianH: In der Tat sind inzwischen die Zinsen weiter gefallen. In der derzeitigen Situation halte ich Tagesgeld für...
  • Fatma Kutlu: Bitte Auskunft erteilen wegen Wohnungsumzug,. Auskunft ist für den Vermieter
  • Lena: Meiner Meinung nach sollte es nichts kosten dürfen, wenn man sich in einem anderen Land Geld abholen möchte....
  • Baur Hans-Peter: Reutlingen ist württembergisch! oder richtig: baden-württembergisch herzliche Grüße, Hans-Peter Baur
  • Bernecker1977: Pauschal kann man Leerverkäufe auf keinen Fall verbieten. Der deutsche Alleingang zeigt, wie wenig...
Börsenweisheiten & Zitate
  • Junk-Bond-Händler: “Wie war Ihr Urlaub, Herr Bankier?”
    Bankier: “Traumhaft. Und Ihrer?”
    Junk-Bond-Händler: “Einzelhaft.”

  • John Maynard Keynes: “Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.

  • Marcel Mart: “Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.

  • Warren Buffett: “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

  • André Kostolany: “Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.

Silberpreis | Goldpreis | Ölpreis

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ZDF-Beitrag zu Vor- und Nachteilen von der staatlich geförderten Riester-Rente

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Öffentliche Empörungen von Politikern über Steuersünder sind im Moment “in Trend”, doch wie glaubwürdig sind sie? Dieser NDR Beitrag zeigt, dass in der Vergangenheit die großen deutschen Parteien auch in zahlreichen Schwarzgeld- und Steueraffären verstrickt waren. Sind die Empörungen also nichts anderes als reiner Populismus und öffentlich-mediale Heuchelei?

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Im TV Duell zwischen Michael Naumann und Ole von Beust verlor Naumann mehrmals den Faden.