Wieder einmal waren es die Experten der Stiftung Warentest, die im Magazin „Finanztest“ aufdeckten, dass die deutschen Bankkunden weit mehr Zeit auf die Auswahl der passenden Angebote zur Baufinanzierung aufwenden sollten, als dies in den vergangenen Jahren mitunter der Fall war. Einmal mehr zeigt der aktuelle Test der Warentester, wie gravierend die Unterschiede bei den zahlreichen Finanzierungsangeboten für den Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung auf dem Markt sein können. Untersucht hatte man insgesamt 87 Anbieter, dabei gehörten sowohl Banken und Versicherungsgesellschaften als auch spezielle Vermittler und Bausparkassen zu den getesteten Anbietern.
Mit dem Ergebnis, dass gerade die letzt genannten Bausparkassen dank der Angebote aus dem Bereich der Finanzierungen mit Riester-Förderung den Kunden mitunter deutlich bessere Offerten unterbreiten können. Wer sich zu wenig Zeit für die Auswahl nimmt bei der Prüfung potentiellen Baufinanzierungen nimmt, nimmt unnötiger Weise in Kauf, durch zu hohe Zinskalkulationen mehrere Zehntausend Euro bei gleicher Summe des gewünschten Kredites zahlen zu müssen über die gesamte Laufzeit verteilt. Zu den eigentlichen Fördermöglichkeiten sind die Zeiten ohnehin derzeit ausgesprochen günstig, um sich mit garantierten Zinssätzen langfristig preiswert den Traum von Wohneigentum zu erfüllen.
Denn der historisch niedrige Stand des Leitzinses der Europäischen Zentralbank hat die Zinssätze im Bereich der Baufinanzierungen deutlich sinken lassen. Noch steht der Leitzins der EZB bei 1,0 Prozent, schon im Frühjahr könnte der Wert wieder spürbar steigen, so die Prognosen etlicher Experten. Angebote mit dauerhafter Zinsbindung bieten zinsliche Sicherheit für Baufinanzierungs-Kunden.
Nicht nur in den USA macht man sich derzeit Sorgen, dass das rasante Wachstum in China und die staatlichen Fördermaßnahmen international erneut zu bedrohlichen Situationen führen könnte. In der Volksrepublik selbst macht man sich natürlich ebenfalls Gedanken darüber, wie man in den kommenden Monaten mit der Angst vor einer drohenden Inflation umgehen sollte. Eine erste Maßnahme hat die Zentralbank in China inzwischen in die Wege geleitet. So hat man sich dazu entschieden, das Kreditwachstum allmählich wieder zu reduzieren.
So wurden bisher in den ersten Wochen 2010 etwa um 14 Prozent geringeres Kreditvolumen vergeben als noch im Vorjahr. Bezug nehmen diese wirtschaftlichen Regulierungen allerdings vorrangig auf die Darlehen mit eher kurzen Laufzeiten, die Realwirtschaft betreffend will man an der bisherigen Förderung in For von Krediten zunächst wenigstens festhalten. Auch die Regierung in Peking sorgt sich also mittlerweile, dass es erneut zur Bildung einer Blase im Kreditsektor kommen könnte.
Und so wird wohl auch die nächste Zeit vor allem von Interventionen der People’s Bank of China gekennzeichnet sein. Verhindern will man nun angeblich einen weiterhin überhöhten Geldzufluss auf dem Aktien- und Immobilienmarkt führen könnte. Denkbar wäre etwa eine erneute Korrektur der Eigenkapitalvorschriften für die Banken in China, derartige Schritte hatte die Nationalbank im vergangenen Monat bereits zweimal vorgenommen, um Geld vom Markt zu ziehen.
Eigentlich behaupten die Banken nach wie vor, dass sie mehr als ausreichend Kapital für die deutschen Unternehmen aus den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft bereitstellen. Und im Einzelfall mag dies etwa bei der Deutschen Bank oder der Commerzbank zutreffen, bei beiden Bankenhäusern waren zuletzt die Kreditmittel aufgestockt worden.
Dennoch geben derzeit gut 44,3 Prozent der Unternehmen hierzulande in der regelmäßigen Befragung durch das Ifo-Institut in München zu Protokoll, dass die Kreditinstitute sehr wohl eher bis sogar sehr restriktiv bei der Kreditvergabe vorgingen. Der Wert lag im November noch bei 42,9 Prozent, was damals bereits als recht bedenklich eingestuft worden war. Vor allem die Firmen aus dem Sektor des Baugewerbes klagen über hohe Anforderungen und Zurückhaltung von Seiten der Banken, wenn es um die Bereitstellung von frischem Kapital geht.
Der Prozentsatz lag in diesem Bereich der Wirtschaft sogar bei 50,6 Prozent. Zuletzt erreichte die Baubranche einen solchen Wert im Jahr 2006. das Problem in diesem Zusammenhang: In Deutschland gilt die Branche als ausgesprochen aufschwungrelevant. So könnten die Versorgungsprobleme in diesem Bereich den erhofften Aufschwung der deutschen Wirtschaft deutlich verlangsamen. Befragt wurden durch das ifo-Institut wie gewohnt gut 4000 Unternehmen und Betriebe.
Gewöhnt haben sich die Bankkunden keineswegs an die Verhältnisse, die ihnen sowohl bei den Geldanlagen als auch auf dem Kreditmarkt begegnen. Während die Banken ihre niedrigen Guthabenzinsen bei Festgeld- und Tagesgeldkonten immer wieder mit dem niedrigen Leitzins begründen, scheint man diesen bei den Kreditzinsen nicht als Einfluss wahrnehmen zu wollen.
Mit seinem historischen Tiefstand bei einem Wert von einem Prozent müsste der Leitzins eigentlich auch an die Kreditnehmer unter den Unternehmen und den Privatkunden weitergegeben werden. Davon jedoch ist bereits seit Monaten nichts zu sehen. Vielmehr nutzen etliche Institute weiterhin jede sich bietende Gelegenheit, um die Verbraucher bei Dispositionskrediten und anderen Darlehensmodellen immer stärker zur Kasse zu bitten.
Die Kritik von Seiten der Verbraucherschützer erreicht die Banken dabei nicht wirklich. Wieso die Zinssätze bei vielen Krediten zuletzt weiter angehoben wurden, dazu äußern sich die Banken allerdings nicht. Dafür steigen im gleichen Atemzug die Sicherheitsanforderungen der Kreditinstitute an ihre Kunden in spe stetig weiter. Fraglich ist, wie sich die Zinsen verändern werden, wenn die EZB tatsächlich im kommenden Jahr den Leitzins wieder anheben sollte.
Auf den ersten Blick wirken die Kredite, die von staatlicher Seite bereitgestellt wurden, auf die Steuerzahler in vielen Fällen so, als seien sie regelrechte Geschenke für die Unternehmen gewesen, mit dem Ziel der Rettung bedrohter Arbeitsplatze. Doch am Beispiel des Brückenkredites für die US-amerikanischen Autokonzern General Motors wird nun deutlich, dass der Bund und die unterschiedlichen Länder mit den Darlehen an GM durchaus auch Geld in die eigenen Kassen bringen konnten.
Rund 26,8 Millionen Euro soll die Bewilligung des Brückenkredits an General Motors für die Rettung des existenziell bedrohten Tochterkonterns Opel unterm Strich eingebracht haben. Die Einnahme muss GM laut aktuellen Zeitungsberichten für die Mittel in Höhe von 900 Millionen Euro als Zinsen bezahlen. Ein Anteil von 22,8 Millionen Euro soll allein für eine so genannte Bürgschaftsgebühr fällig werden.
Die restlichen vier Millionen Euro werden als Zinsen für die Laufzeit von einem halben Jahr erhoben. Nordrhein-Westfalen wird am Ende etwa ein Zehntel der Krediteinnahmen erhalten. An den hitzigen Debatten um weitere Kredite für GM ändert diese Einnahmequelle aber nur wenig. Obwohl General Motors nach jetzigem Stand der Dinge selbst die Sanierungskosten für Opel übernehmen will.
Die USA als weltweit führender Markt für bargeldlosen Zahlungsverkehr sehen sich aktuell erneut mit steigenden Ausfällen bei den Kreditkarten-Gesellschaften konfrontiert. Einen wesentlichen Grund für diese Entwicklungen sehen die Analysten in der steigenden Arbeitslosigkeit im ganzen Land. Die Konsumenten sind immer öfter nicht mehr in der Lage, ihre laufenden Kosten der Kreditkarten zu bedienen.
Das aktuelle Niveau der Ausfälle bei den Kreditkartenrechnungen ist bisher unerreicht gewesen. Laut Aussagen des Unternehmens Moody’s Investor Service stieg der betreffende Index für Kreditausfälle mit Kreditkarten im August auf einen Wert von 11,49 Prozent. Noch im Juli lag dieser Wert mit 10,53 Prozent deutlich niedriger. Aufgeführt werden in dieser Statistik diejenigen Kredite, bei denen sich die Kreditgeber keine Hoffnung mehr auf eine Rückzahlung durch die Konsumenten machen.
Noch Ende des Jahres 2008 lag dieser Wert bei nur etwa sieben Prozent in den USA. 2007 stand der Index sogar nur bei knapp bei fünf Prozent. Trotz der momentanen Entwicklungen sieht man die Lage an der Börse weniger schlimm. Die Aktien der Kreditkartengesellschaften stiegen zuletzt deutlich. Bei der Rating-Agentur Moody’s befürchtet man hingegen weiterhin hohe Abschreibungen bei den Unternehmen der Branche.
Mittwoch, Februar 24, 2010
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