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Archiv | Wirtschaft

Nachfrage nach US-Anleihen steigt weiterhin

Mittwoch, September 1, 2010

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In Deutschland suchen die Anleger händeringend nach Alternativen zu den früher so lukrativen Bundesanleihen, denn diese Geldanlage hat in den vergangenen Monaten deutlich an Reiz verloren. Dafür hatte natürlich auch die zuletzt gestiegene Nachfrage der Investoren geführt. Groß ist auch das Interesse der Anleger in den USA, die sich mit Staatsanleihen sicher und rentabel versorgen möchten.

Derzeit sprechen Analysten in den Staaten von einer regelrechten Rekordnachfrage nach Anleihen, die von vielen Experten als Indiz dafür gedeutet werden, dass die Bürger großes Vertrauen in den US-Präsidenten Barack Obama und seine Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur haben. Für den Präsidenten ist dies ein wichtiges Signal, denn der Politiker wird ohne weitere Staatsausgaben kaum auskommen, wenn die Wirtschaft der USA auch in Zukunft stabil neuen Herausforderungen entgegentreten soll. Allein in den letzten beiden Jahren hat die US-Regierung das Gesamtvolumen der neu auf dem Anleihenmarkt platzierten Papiere auf insgesamt fast 8,20 Billionen US-Dollar erhöht. Ein Plus von stolzen 70 Prozent.

Wie groß das Vertrauen der Anleger, wird auch in einem anderem Zusammenhang deutlich. Denn die Nachfrage nach den Staatsanleihen ist ungebrochen, obwohl das diesjährige Staatsdefizit nach Aussagen des Kongress-Haushaltsbüros einen Stand von 1,34 Billionen US-Dollar erreicht hat. Die steigende Nachfrage nach Anleihen ist nicht zuletzt auch damit zu begründen, dass die Verbraucher die sinkende Inflationsrate im Hinterkopf haben, auch die zahlreichen heftigen Verluste auf dem Aktienmarkt lassen Anleger in die Staatsanleihen flüchten, obwohl die Renditen längst nicht mehr das sprichwörtlich Gelbe vom Ei sind.

Konsumenten wieder in Kauflaune dank Wirtschaftserholung

Donnerstag, August 26, 2010

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Deutschland gilt innerhalb Europas als einer der wichtigsten Motoren für die wirtschaftliche Erholung in der Zeit nach der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch selbst optimistische Analysten hatten nicht damit gerechnet, dass sich die Wirtschaft hierzulande so rasch erholen würde, wie dies aktuell nach Aussagen unterschiedlicher Erhebungen der Fall ist. Dieser Optimismus überträgt sich zunehmend auch auf die Konsumenten im Lande, wie eine neue Studie der Gesellschaft für Konsumforschung bestätigt.

Das Konsumklima in Deutschland hellt sich fortgesetzt auf, die Deutschen kaufen endlich wieder gerne ein. Die monatlich erscheinende Studie zeigt: Die deutschen Arbeitnehmer gehen davon aus, dass die Einkommen in den kommenden Jahren wieder steigen werden und auch hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Lage sind die Verbraucher guter Dinge. Der GfK-Indikator für das deutsche Konsumklima ist allein im August um 0,3 Punkte gestiegen. Damit liegt der Wert nun bei 4,0 Punkten. Und für September erwarten die Experten der Gesellschaft für Konsumforschung sogar einen erneuten Anstieg auf 4,1 Punkte.

Für die Analysten ein Indiz dafür, dass die Stimmung nicht nur vorübergehend, sondern nachhaltig positiv ist. Für die monatliche Auswertung werden jeweils 2000 Bürger befragt wie sie die Entwicklungen der Wirtschaft und etlicher anderer Aspekte für die Zukunft einschätzen. Kostspielige Anschaffungen sind die Verbraucher auch weiterhin zwar nicht bereit vorzunehmen. Insgesamt aber sitzt das Geld bei kleineren und mittleren Investitionen deutlich lockerer als bisher.

Korrekturen durch Basel III keine Belastung für die Gesamtwirtschaft

Donnerstag, August 19, 2010

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Im Zuge der Ankündigungen zur neuen Regulierung der Bankenbranche hatten die verschiedenen europäischen Verbände in schöner Regelmäßigkeit auf die möglichen Probleme hingewiesen, die aus strengeren Regeln für Banken und andere Institute entstehen könnten. Daher forderten die Banken frühzeitig, dass die Pläne im Rahmen von Basel III deutlich entschärft werden müssten. Mit der Frage nach einer tatsächlichen negativen Beeinflussung der Wirtschaft haben sich nun Analysten aus dem Umfeld der BIZ – der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich – aus Basel befasst.

Gleich zwei Studien kommen zu dem Schluss: Schärfere Regulierungen für den europäischen Bankensektor sind keineswegs zwangsläufig mit schlechten wirtschaftlichen Veränderungen verknüpft. Die für die Studien verantwortlichen Experten sind größtenteils als Mitarbeiter bei den Finanzaufsichten in Europa und bei Zentralbanken tätig. Das Ergebnis der Experten in ihren Studien: Sollten höhere Eigenkapitalanforderungen und strengere Vorgaben für die Unternehmensliquidität zugrunde gelegt werden, würde sich dies auf das derzeitige Wirtschaftswachstum weit weniger stark auswirken, als dies von vielen Bankenvertretern behauptet wurde, um zu einer Lockerung der geplanten Veränderungen durch Basel III zu gelangen.

Damit steht den schärferen Regulierungen im Grunde nichts mehr im Wege. Kommen, da ist man sich bei den Ökonomen weitestgehend einig, müssen Reformen. Denn in der Krise hatte sich gezeigt, dass viele Institute teils erhebliche Probleme hatten, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Über das Eigenkapital bilden Banken und Kreditinstitute Puffer für den Ernstfall im Verhältnis zu vergebenen Krediten und Einlagen der Kunden. Schwierigkeiten hatten viele Banken vor allem dabei, kurzfristig Gold locker zu machen. Die neuen Eigenkapitalanforderungen sollen die Gefahr einer erneuten Wirtschaftskrise deutlich verringern.

Wettbewerbszentrale rügt Opel für „lebenslange Garantie“-Werbung

Dienstag, August 17, 2010

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Eine ganze Weile war es um den deutschen wirtschaftlich angeschlagenen Autohersteller Opel ruhig geworden. Bei der aktuellen Meldung geht es denn auch weiterhin nicht um die Maßnahmen zur Rettung des Konzerns, sondern um die Art und Weise, wie im Hause Opel für die eigenen Produkte geworben wird. Derzeit wirbt der Hersteller Opel nämlich mit einer mutmaßlichen lebenslangen Garantie, wenn sich Kunden für den Kauf eines Neuwagens entscheiden. Bei eingehender Prüfung der Geschäftsbedingungen stellen Käufer dann aber fest: Tatsächlich besteht der Garantieschutz nur bis zu einer maximalen Motorleistung von 160.000 Kilometern.

Für diese Werbe-Praxis fing sich der Hersteller nun von der Selbstkontrolle der deutschen Wirtschaft, der so genannten Wettbewerbszentrale einen ordentlichen Rüffel ein. Bei erworbenen Neuwagen, die diese Laufleistung bereits hinter sich haben, übernimmt der Hersteller Opel nämlich im Falle von anstehenden Reparaturen nur 50 Prozent der Gesamt-Materialkosten. Und es kommt noch besser: Diese Obergrenze orientiert sich zudem am Zeitwert des jeweiligen Fahrzeugs. Die Wettbewerbszentrale fordert nun, dass der Opel-Konzerns bis spätestens übermorgen die besagte Werbekampagne einstellt und zudem eine Unterlassungserklärung abgibt. Folgt der Hersteller dieser Aufforderung nicht, will man einen so genannte „Zentrale Klage“ gegen Opel einreichen. Die Argumentation der Wettbewerbshüter ist logisch:

Verspricht ein Hersteller seinen Kunden eine lebenslange Garantie und schränkt diese folgend durch etliche Klauseln im Kleingedruckten deutlich ein, kann letztlich nicht mehr von einer lebenslangen Garantie gesprochen bzw. mit einer solchen geworben werden. Die Erwartungen der Verbraucher bei solchen Werbebotschaften seien klar: lebenslang bedeutet auch uneingeschränkt lebenslang. Opel will nun nach eigenen Aussagen zunächst prüfen, wie man zu reagieren habe. Ein Einlenken vor Ablauf der gesetzlichen Fristen ist daher eher nicht zu erwarten. Dazu kommt das Angebot bei den Konsumenten laut einer Stellungnahme des Konzerns auch viel zu gut an. Man spricht von einer hervorragenden Resonanz.

Deutschland sorgt für gute Aussichten bei BIP der Euro-Zone

Freitag, August 13, 2010

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Es ist nicht das erste Mal, dass Deutschland im Laufe der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa eine wichtige Führungsrolle übernimmt. Schon mehrfach konnte einerseits die Regierung durch ihr Vorpreschen bei Regulierungen des Bankensektors und den Maßnahmen zur Stabilisierung der heimischen Wirtschaft die Vorbildfunktion für andere Länder der Europäischen Union und in besonderer Weise den Staaten der so genannten Euro-Zone einnehmen. Und auch bei den aktuellen Entwicklungen innerhalb der Euro-Zone ist Deutschland ein wichtiger Faktor, wenn es um die Verbesserung des Bruttoinlandsproduktes geht. Das überdurchschnittlich gute Wachstum der Wirtschaft in Deutschland hilft dem BIP in der Euro-Zone ordentlich auf die Sprünge im zweiten Jahresquartal.

Die Nationen mit der Gemeinschaftswährung bringen es in den Monaten gemeinsam auf eine Wachstumsrate von immerhin einem Prozent. Das besagen die neuen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat, die am heutigen Tage veröffentlicht wurden. Mit diesem nicht generell vorauszusetzenden Wachstum übertrifft die Euro-Zone nun auch die Vereinigten Staaten. Dort beträgt das Plus im zweiten Quartal des Jahres 2010 „nur“ 0,6 Prozent. Von einem „Nur“ kann gesprochen werden, weil die USA in den ersten drei Monaten des Jahres noch ein Wachstum in Höhe von 0,9 Prozentpunkten verbuchen konnten. In diesem Zeitraum lag das BIP-Wachstum in der Euro-Zone noch bei überschaubaren 0,2 Prozent. Allgemein konnten bis auf eine Ausnahme alle 16 Mitgliedsländer der Euro-Gemeinschaft von Besserungen berichten. Einzig das wirtschaftlich angeschlagene Griechenland muss abermals ein Minus verkraften, wie Eurostat mitteilt.

Der Vorjahresvergleich im Referenzquartal präsentiert sich in der Euro-Zone sogar noch positiver. Im zweiten Quartal des Jahres 2009 lag das BIP sogar 1,7 Prozent unter dem Ergebnis aus dem Q2 2010. auch in der Europäischen Union ist ein Wachstum von 1,0 Prozent erzielt worden im besagten Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni. Die 27 EU-Länder erreichen auch im Vorjahresvergleich den gleichen Wert wie die Euro-Zone, also 1,7 Prozent. Allen Unkenrufen zum Trotz über mögliche Engpässe bei der Kreditversorgung und einen drohenden fortgesetzten Anstieg der Inflationsrate ist also Besserung in Sicht.

Bald Rente erst ab 70?

Mittwoch, August 11, 2010

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Wenn an die Verlängerung der Lebensarbeitszeit geht, verstehen die Arbeitnehmer weltweit keinen Spaß. Auch wenn es in Deutschland weniger dramatische Bildes als etwa in Griechenland oder Frankreich gibt, wenn über einen späteren Eintritt ins Rentenalter diskutiert wird, ist auch hierzulande schon jetzt Unmut spürbar. Dennoch setzen sich Experten wie das Institut der deutschen Wirtschaft dafür ein, dass die Arbeitszeit aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und – wie so oft – des demoskopischen Wandels ausgebaut werden müsse. Im Gespräch ist derzeit die Rente ab 70.

Nach Aussagen des IW-Direktors Michael Hüther ist diese Veränderung des bestehenden Rentensystems schlicht wegen der steigenden Lebenserwartung der Bürger und der sinkenden Geburtenrate dringend erforderlich. Traditionell steht das IW eher den Arbeitgebern nahe. Doch auch andere Rentenexperten halten die bisherige Planung für nicht ausreichend. Bisher sehen die Regierungsvereinbarungen vor, dass bis zum Jahr 2029 (ab 2012) eine Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf später 67 Jahr vorgenommen wird. Schon diese Pläne stoßen bei Gewerkschaften und den Oppositionsparteien auf heftige Kritik. Diese kritischen Stimmen sind dabei durchaus überraschend – wenigstens im Falle der SPD. Denn einst war es der damalige Bundesarbeitsminister Franz Müntefering, der maßgeblich an der Realisierung der Rente mit 67 im Rahmen der Großen Koalition beteiligt war.

Der amtierende SPD-Vorsitzende Gabriel will eine Anhebung des Renteneintrittsalters vor allem davon abhängig machen, ob die Erwerbsquote bei den Bürger jenseits der 60 auf dem momentan niedrigen Stand bleibt oder in den kommenden Jahren ansteigt. Kurzfristig ausgerichtet waren aber auch die Vorschläge des Institutes des deutschen Wirtschaft nicht. Der Direktor Hüther hatte lediglich darauf hingewiesen, dass im Jahr 2029 bei 67 Jahren nicht Schluss sein dürfe. Vielmehr müsse der Gesetzgeber dauerhaft an einer Erhöhung der Rentengrenze arbeiten, um dem gesellschaftlichen Wandel in der nötigen Weise Rechnung zu tragen.


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  • Prof. Pausch: Sicherlich entstehen durch die Abhebung an einer anderen Bank im Ausland durch die Administration...
  • FlorianH: In der Tat sind inzwischen die Zinsen weiter gefallen. In der derzeitigen Situation halte ich Tagesgeld für...
  • Fatma Kutlu: Bitte Auskunft erteilen wegen Wohnungsumzug,. Auskunft ist für den Vermieter
  • Lena: Meiner Meinung nach sollte es nichts kosten dürfen, wenn man sich in einem anderen Land Geld abholen möchte....
  • Baur Hans-Peter: Reutlingen ist württembergisch! oder richtig: baden-württembergisch herzliche Grüße, Hans-Peter Baur
  • Bernecker1977: Pauschal kann man Leerverkäufe auf keinen Fall verbieten. Der deutsche Alleingang zeigt, wie wenig...
Börsenweisheiten & Zitate
  • Junk-Bond-Händler: “Wie war Ihr Urlaub, Herr Bankier?”
    Bankier: “Traumhaft. Und Ihrer?”
    Junk-Bond-Händler: “Einzelhaft.”

  • John Maynard Keynes: “Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.

  • Marcel Mart: “Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.

  • Warren Buffett: “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.

  • André Kostolany: “Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft.

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ZDF-Beitrag zu Vor- und Nachteilen von der staatlich geförderten Riester-Rente

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Öffentliche Empörungen von Politikern über Steuersünder sind im Moment “in Trend”, doch wie glaubwürdig sind sie? Dieser NDR Beitrag zeigt, dass in der Vergangenheit die großen deutschen Parteien auch in zahlreichen Schwarzgeld- und Steueraffären verstrickt waren. Sind die Empörungen also nichts anderes als reiner Populismus und öffentlich-mediale Heuchelei?

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Im TV Duell zwischen Michael Naumann und Ole von Beust verlor Naumann mehrmals den Faden.